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Trinkgeld im Hotel in den USA: Wer bekommt wie viel?

Im Restaurant haben die meisten das Trinkgeld inzwischen im Griff. Im Hotel wird es dann wieder unübersichtlich. Wer bekommt eigentlich etwas, wie viel, und wann? In Deutschland ist Trinkgeld im Hotel eher die Ausnahme. In den USA gehört es dagegen für viele kleine Dienste einfach dazu. Mit diesem Überblick weißt du genau, wen du bedenkst und mit welchem Betrag.

Vorab ist folgendes zu erwähnen. Anders als im Restaurant, wo das Personal auf das Trinkgeld angewiesen ist, ist es im Hotel kein Muss. Es bleibt eine höfliche und aufmerksame Geste, mit der du dich für guten Service bedankst. Wer einen Dienst nicht in Anspruch nimmt oder unzufrieden ist, muss dafür auch nichts geben.

Trinkgeld im Hotel: die Richtwerte auf einen Blick

Damit du nicht lange suchen musst, hier die gängigen Beträge für 2026:

  • Zimmerreinigung: rund 5 US-Dollar 
  • Gepäckträger (Bellhop): rund 2 US-Dollar pro Gepäckstück.
  • Shuttle-Fahrer: mindestens 5 US-Dollar, vor allem mit Gepäck.
  • Valet-Parking: 2 bis 5 US-Dollar, wenn dir das Auto gebracht wird.
  • Concierge: 5 bis 20 US-Dollar, je nach Aufwand.

Housekeeping: täglich und sichtbar hinterlegen

Beim Trinkgeld für die Zimmerreinigung machen viele denselben Fehler. Sie legen den Betrag erst am Abreisetag hin. Besser ist es, das Trinkgeld abwechselnd Morgens zu hinterlegen, denn oft reinigt an verschiedenen Tagen auch unterschiedliches Personal dein Zimmer. So bekommt die Person etwas, die wirklich da war.

Wichtig ist außerdem, das Geld klar erkennbar zu platzieren, etwa auf dem Nachttisch oder dem Kopfkissen. Das Personal nimmt kein Geld mit, das einfach so herumliegt, weil es sonst als vergessen gilt. Ein kleiner Zettel mit „Thank you”  macht eindeutig, dass es sich um Trinkgeld handelt.

Gepäck, Doorman und Shuttle

Trägt dir jemand das Gepäck aufs Zimmer, sind etwa 2 US-Dollar pro Stück üblich, bei schwerem oder sperrigem Gepäck gern etwas mehr. Als grobe Untergrenze kannst du dir rund 5 US-Dollar merken, selbst wenn es nur eine Tasche ist.

Der Doorman bekommt ein Trinkgeld vor allem dann, wenn er dir ein Taxi ruft, meist 1 bis 4 US-Dollar, bei Regen und viel Aufwand eher mehr. Öffnet er dir nur die Tür, musst du nichts geben. Für den Shuttle-Fahrer zum Flughafen oder Strand sind mindestens 5 US-Dollar angemessen, besonders wenn er dein Gepäck ein- und auslädt.

Concierge: nur bei echter Hilfe

Beim Concierge kommt es ganz auf die Leistung an. Für eine schnelle Empfehlung oder eine einfache Wegbeschreibung musst du nichts geben.

Wird es aufwendiger, sieht es anders aus. Für eine Restaurantreservierung oder organisierte Transporte sind 5 bis 20 US-Dollar üblich. Zaubert der Concierge dir dagegen kurzfristig schwer zu bekommende Tickets oder einen Tisch im ausgebuchten Lokal, darf es auch mehr sein. Trinkgeld gibst du hier also gezielt für besonderen Einsatz, nicht für jede kleine Frage.

Room Service und Minibar: erst die Rechnung prüfen

Beim Room Service lohnt sich der gleiche Blick wie im Restaurant. Sehr häufig ist eine gratuity oder eine service charge von 15 bis 20 Prozent bereits auf der Rechnung enthalten, oft zusätzlich zu einer Liefergebühr.

Ist das der Fall, musst du nichts mehr obendrauf geben. Steht keine Servicepauschale auf dem Beleg, gibst du wie im Restaurant etwa 15 bis 20 Prozent. Ein kurzer Blick auf die Positionen bewahrt dich davor, aus Versehen doppelt zu zahlen.

Fazit:

Trinkgeld im Hotel wirkt kleinteilig, folgt aber einer einfachen Logik. Ein paar Dollar für die täglichen kleinen Dienste, das Trinkgeld fürs Zimmer jeden Morgen sichtbar hinterlegt, und beim Concierge nach Aufwand.

Am besten hältst du dafür immer ein paar kleine Scheine bereit, dann bist du in jeder Situation gerüstet. So bedankst du dich unkompliziert und musst nie überlegen, ob du gerade zu wenig oder zu viel gibst.