Wer aus Deutschland kommt, steht an der ersten US-Tankstelle oft kurz da und denkt, Okay… Regular, Plus, Premium, und irgendwo steht noch „E85“ oder „Diesel“. Keine Sorge, bei den meisten Mietwagen ist das in Sekunden geklärt.
Fast alle Mietwagen in den USA tanken „Regular“.
Das ist die Standard-Sorte und die günstigste.
An jeder US-Zapfsäule stehen große Zahlen: 87, 89 und 93. Das sind die Oktanzahlen – sie sagen, wie klopffest der Kraftstoff ist.
Der Haken: Die USA rechnen anders als Deutschland. Dort wird der sogenannte AKI-Wert angegeben, bei uns die ROZ. Deshalb wirken die US-Zahlen niedriger, als sie sind:
| USA (Oktan) | Bezeichnung | entspricht etwa |
|---|---|---|
| 87 | Regular | ROZ 91–92 |
| 89 | Plus / Midgrade | ROZ 93–94 |
| 93 | Premium | ROZ 97–98 |
Für dich heißt das: Erschrick nicht vor der „87″. Das ist kein minderwertiges Benzin, sondern der US-Standard – und für praktisch jeden Mietwagen genau richtig. Nur wenn im Tankdeckel ausdrücklich
„Premium Fuel Only” steht, brauchst du die 93.
Zwei schnelle Stellen, die immer funktionieren:
Das ist der Moment, an dem viele zum ersten Mal ins Straucheln kommen: Du steckst deine Kreditkarte in den Automaten an der Zapfsäule – und das Display fragt nach einem ZIP Code, einer fünfstelligen US-Postleitzahl.
Die hast du nicht. Bei einigen Tankstellen reicht es wenn du 5-mal die 0 eintippst. Im falle das die Karten trotzdem abgelehnt wird, ist die Lösung ist einfacher, als du denkst: Geh rein.
Merk dir die Nummer deiner Zapfsäule (steht groß darauf)
Sag dem Kassierer: „Pump number four, please.”
Karte hinlegen oder einen Betrag vorab nennen („Forty dollars on pump four”)
Tanken – und falls du weniger getankt hast, holst du dir die Differenz drinnen zurück
Das nennt sich Prepay und ist in den USA völlig normal, vor allem abends. Niemand schaut dich schief an.
Unser Tipp: Plane an der Tankstelle zwei Minuten extra ein und nimm eine zweite Karte mit. Manche deutschen Kreditkarten funktionieren an der Säule, andere nie – das lässt sich vorher leider nicht sagen.
Diesel ist in den USA seltener als in Deutschland und steht fast immer extra als „Diesel“ dran. Nur tanken, wenn dein Auto wirklich ein Diesel ist.
E85 (Ethanol) ist für sogenannte „Flex Fuel Vehicles“. Das ist nicht automatisch jeder Mietwagen. Wenn du nicht sicher bist, Finger weg und nimm normales Unleaded.
Manchmal siehst du auch E15 oder Hinweise wie „Up to 10% Ethanol“ – das ist bei normalem Benzin in den USA üblich und für die meisten Autos völlig normal.
Kurz zur Sprache, damit du nicht den falschen Rüssel greifst:
Gas oder Gasoline heißt Benzin – nicht Diesel. Wer „gas” tankt, tankt Benzin.
Unleaded bedeutet bleifrei und steht auf allen normalen Benzin-Säulen.
Diesel heißt auch in den USA Diesel – hat aber oft eine eigene, abgesetzte Säule.
Und jetzt der Klassiker, bei dem es wirklich teuer werden kann: In den USA ist der Diesel-Zapfhahn häufig grün. In Deutschland ist Grün die Farbe für Benzin. Wer im Autopiloten nach dem grünen Griff greift, tankt in Florida also womöglich Diesel in einen Benziner.
Merksatz: In den USA nicht auf die Farbe schauen, sondern auf das Wort.
Der Preis steht pro Gallon, nicht pro Liter. Eine Gallon sind ca. 3,8 Liter. Deshalb wirkt der Preis erstmal „günstig“, obwohl es am Ende vergleichbar ist.
Für 95% der Reisenden gilt, Regular (87) passt. Schau kurz in die Tankklappe, und du bist sicher. Diesel und E85 nur, wenn es ausdrücklich dein Fahrzeug verlangt, sonst einfach ignorieren.