King Tides sorgen in Florida gerade wieder für vollgelaufene Straßen. Ende September und Anfang Oktober standen Teile von Fort Lauderdale, Hollywood und Miami Beach unter Wasser. Die Polizei in Fort Lauderdale sperrte zeitweise zwei Meilen der Küstenstraße A1A, und an der Collins Avenue in Miami Beach reichte die Flut fast bis zur Straßenkante.
Grund sind die jährlichen King Tides, besonders hohe Gezeiten im Herbst, die durch den steigenden Meeresspiegel in Südflorida inzwischen deutlich öfter zu Überschwemmungen führen als früher. Allein in Miami Beach hat sich das sogenannte “Sunny Day Flooding”, also Überflutung ganz ohne Regen oder Sturm, seit 2006 um rund 400 Prozent erhöht.
Entwarnung gibt es erstmal nicht: Die nächste King-Tide-Phase läuft vom 7. bis 13. Oktober mit dem höchsten Stand am 10. Oktober, eine weitere folgt vom 24. bis 30. Oktober. Betroffen sind wie gewohnt vor allem tief liegende Küstenabschnitte in Miami-Dade und Broward County.
Einen kleinen Lichtblick gibt es trotzdem: In Hollywood hat ein neuer Deich mit beweglichen Stahlpaneelen beim letzten Hochwasser erstmals alle 20 Öffnungen komplett geschlossen gehalten, die sonst regelmäßig überschwemmte North Lake Drive blieb diesmal trocken. Ob das auch beim nächsten Test Mitte Oktober klappt, zeigt sich bald.
Für deinen Florida-Trip heißt das: Wer in den kommenden Wochen entlang der Küste in Miami-Dade oder Broward unterwegs ist, sollte bei Flut etwas Puffer einplanen und auf keinen Fall durch überflutete Straßen fahren, selbst wenn das Wasser flach aussieht. Mehr zu Floridas Sturm- und Wettersaison liest du in unserem Hurrikan-Saison-Guide. Den aktuellen King-Tide-Kalender findest du direkt bei der Stadt Miami.