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St. Petersburg - die sonnenverwöhnte Stadt Florida's

St. Petersburg wird von den meisten einfach St. Pete genannt und gehört zu den Orten in Florida, die sich nicht in eine einzige Schublade stecken lassen. Downtown erwarten dich eine lange Waterfront, der St. Pete Pier, Museen, Restaurants und eine der auffälligsten Street-Art-Szenen des Bundesstaates.

Ein Stück weiter westlich beginnt ein ganz anderes Florida. Dort liegen St. Pete Beach, der rosafarbene Don CeSar und das deutlich ruhigere Pass-a-Grille direkt am Golf von Mexiko.

St. Petersburg passt besonders gut zu dir, wenn du Strand und Stadt miteinander verbinden möchtest. Du kannst morgens durch ein Museum laufen, mittags zwischen Murals und kleinen Geschäften unterwegs sein und abends den Sonnenuntergang am Golf sehen.

Zu Entdecken

usa4everyone - St. Petersburg City Guide

Am Wasser

St. Pete Pier
usa4everyone - St. Petersburg City Guide

Street Art

Arts District
usa4everyone - St. Petersburg City Guide

Old Florida

Pass-a-Grille
St. Petersburg City Guide

Central Ave

Kunst & Murals

Flugverbindungen: Die bequemste Anreise aus Europa ist über den Flughafen Tampa (TPA), der nur etwa 30 Autominuten nördlich von St. Pete liegt. Von Deutschland gibt es saisonal sogar Direktflüge (z.B. mit Lufthansa oder British Airways, teils via London) – ansonsten fliegt man mit einmal Umsteigen (oft in New York oder Atlanta) nach Tampa. 

Alternative: Ihr könnt auch nach Orlando (MCO) fliegen und dann ca. 2 Stunden mit dem Mietwagen fahren.

Einreisebestimmungen: Für Touristen aus Deutschland ist ein gültiger Reisepass und eine ESTA-Genehmigung nötig (falls du nicht schon ein Visum hast). Prüfe immer vorab die aktuellen Bestimmungen

Beste Reisezeit: St. Petersburg trägt den Namen “Sunshine City” nicht umsonst: Sonne gibt’s fast das ganze Jahr, aber es gibt dennoch Unterschiede. Die beste Reisezeit ist ungefähr von Oktober bis April. In diesen Monaten ist das Wetter warm (20-28°C), oft trocken und die Luftfeuchtigkeit erträglich.

Der Winter: Dezember bis Januar ist auch sehr beliebt, da ist es mild (um die 18-22°C), perfekt für alle Outdoor-Aktivitäten; allerdings können die Abende frisch werden und es ist Hochsaison (mehr Touristen, höhere Preise).

 

Downtown St. Petersburg lässt sich problemlos zu Fuß oder per E-Scooter erkunden. Für Ausflüge zum Strand oder in die Region empfiehlt sich ein Mietwagen oder der komfortable SunRunner-Bus. Uber und Lyft funktionieren hier ebenfalls hervorragend.

Generell gilt: Plane etwas mehr Zeit ein, egal ob du mit Auto oder Bus unterwegs bist – die Distanzen in Amerika sind größer, als man denkt, und die tropische Gelassenheit spiegelt sich manchmal auch im Verkehrsfluss wider. Gute Fahrt!

01 - Downtown und der St. Pete Pier

Der St. Pete Pier ist der beste Ausgangspunkt für einen ersten Besuch. Die moderne Pieranlage reicht weit in die Tampa Bay hinein und ist mehr als nur ein Steg zum Angeln.

Auf dem Gelände findest du Grünflächen, einen Spielplatz, einen Splash Pad, kleinere Gastronomieangebote, Kunstinstallationen und Restaurants am Ende des Piers. Von dort hast du einen schönen Blick auf die Tampa Bay und zurück auf die Skyline von St. Petersburg. Zum gesamten Pier District gehören außerdem das St. Petersburg Museum of History und mehrere Bereiche direkt am Wasser.

Für den Pier solltest du mindestens ein bis zwei Stunden einplanen. Mit Kindern, einem Restaurantbesuch oder einer Bootstour kann daraus schnell ein halber Tag werden.

Am schönsten ist es am Morgen oder am späteren Nachmittag. Einen wichtigen Unterschied solltest du aber kennen. Der Pier liegt auf der Ostseite der Halbinsel. Für einen Sonnenuntergang direkt über dem Meer fährst du besser nach St. Pete Beach oder Pass-a-Grille. Am Pier verschwindet die Sonne dagegen in Richtung Stadt.

Direkt am Pier gibt es mehr als 500 Parkplätze. An Wochenenden und bei Veranstaltungen können diese trotzdem schnell belegt sein. Dann sind das Sundial Parkhaus oder weitere Parkflächen in Downtown oft die entspanntere Lösung.

02 - Beach Drive und die Waterfront

Vom Pier aus kannst du direkt über Beach Drive weiterlaufen. Die Straße gehört zu den angenehmsten Bereichen in Downtown und führt an Restaurants, Cafés, Galerien, Hotels und mehreren Parks vorbei.

Auf der einen Seite liegt die Stadt, auf der anderen erstreckt sich eine lange öffentliche Waterfront. Das ist einer der Gründe, weshalb sich St. Petersburg weniger zugebaut anfühlt als viele andere Städte in Florida. Die Stadt verfügt über ein mehrere Meilen langes System öffentlicher Parks entlang der Bucht.

Der rosafarbene Vinoy gehört zu den bekanntesten Gebäuden an der Waterfront. Du musst dort nicht übernachten, um durch die Gegend zu laufen oder einen Drink in der Nähe zu nehmen.

Etwas weiter nördlich liegt das Gizella Kopsick Palm Arboretum. Der kleine Park ist kostenlos und eignet sich gut für einen kurzen Spaziergang zwischen verschiedenen Palmenarten. Es ist kein Programmpunkt, für den du quer durch die Stadt fahren musst. Wenn du ohnehin an der Waterfront unterwegs bist, lohnt sich der Abstecher aber.

03 - Das Dalí Museum und weitere Kunstmuseen

Das Salvador Dalí Museum gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in St. Petersburg. Bereits das Gebäude mit seiner geschwungenen Glasfassade fällt an der Waterfront sofort auf.

Im Inneren befindet sich eine umfangreiche Sammlung mit Gemälden, Zeichnungen und weiteren Werken des spanischen Künstlers. Dazu kommen wechselnde Ausstellungen und digitale beziehungsweise immersive Angebote. Das Museum ist täglich geöffnet, donnerstags derzeit etwas länger. Öffnungszeiten und Eintrittspreise solltest du trotzdem kurz vor dem Besuch noch einmal kontrollieren.

Plane ungefähr zwei bis drei Stunden ein. Wer mit Dalís Kunst wenig anfangen kann, muss das Museum nicht besuchen, nur weil es in jeder Liste steht. In St. Petersburg gibt es genügend Alternativen.

Direkt an der Waterfront liegt das Museum of Fine Arts mit einer deutlich breiter gefächerten Sammlung. Auf der Central Avenue findest du außerdem die Chihuly Collection mit farbenfrohen Glasskulpturen. Weitere Möglichkeiten sind das James Museum of Western and Wildlife Art und das Museum of the American Arts and Crafts Movement.

Für einen kurzen Besuch würden wir nicht versuchen, alle Museen abzuhaken. Wähle lieber eines aus, das wirklich zu dir passt.

04 - Central Avenue und die Murals

Die Central Avenue zeigt die kreative und etwas weniger aufgeräumte Seite von St. Petersburg. Je weiter du dich von der Waterfront entfernst, desto mehr verändert sich die Straße.

Rund um den Central Arts District, EDGE District und Grand Central District findest du kleinere Geschäfte, Bars, Brauereien, Cafés und viele großflächige Murals. Die St. Petersburg Arts Alliance führt inzwischen mehr als 180 Werke allein in ihrem offiziellen Mural-Verzeichnis. Daneben gibt es noch zahlreiche weitere Wandbilder in der Stadt.

Du musst Central Avenue nicht vollständig ablaufen. Interessanter ist es, sich einen Bereich auszusuchen, dort zu parken und anschließend ein paar Blocks zu Fuß zu erkunden.

Besonders gut passt ein Besuch am zweiten Samstag des Monats. Beim Second Saturday ArtWalk öffnen Galerien und Ateliers in mehreren Kunstvierteln zwischen 17 und 21 Uhr. In manchen Studios ist dies sogar die einzige regelmäßige Gelegenheit, sie von innen zu sehen.

Hier zeigt sich St. Petersburg von einer Seite, die viele Florida-Urlauber nicht erwarten. Es geht weniger um klassische Sehenswürdigkeiten und mehr darum, einfach durch die Straßen zu laufen, etwas zu trinken und unterwegs immer wieder neue Kunst zu entdecken.

05 - Sunken Gardens

Die Sunken Gardens gehören zu den ältesten erhaltenen Roadside Attractions Floridas. Der historische botanische Garten liegt nördlich von Downtown und wirkt von außen zunächst unscheinbar.

Hinter dem Eingang führen schattige Wege durch tropische Pflanzen, kleine Wasserfälle und dicht bewachsene Gartenbereiche. Außerdem leben dort Flamingos, Papageien und weitere Vögel. Die Anlage ist mittlerweile mehr als 100 Jahre alt und wird von der Stadt als ältestes lebendes Museum St. Petersburgs bezeichnet.

Für den Besuch reichen den meisten Gästen eineinhalb bis zwei Stunden. Die Sunken Gardens sind deutlich kleiner als der Naples Botanical Garden, lassen sich dafür aber leichter in einen normalen Stadttag integrieren.

Gerade mit Kindern oder an einem warmen Vormittag ist der Garten eine schöne Abwechslung. Vollständig klimatisiert ist die Attraktion natürlich nicht. Auch hier bleiben Sonnenschutz und Wasser wichtig.

06 - Der Saturday Morning Market

Bist du an einem Samstag in St. Petersburg, solltest du den Saturday Morning Market in deinen Tagesplan aufnehmen. Er gehört zu den größten und beliebtesten Wochenmärkten in der Region.

Neben Obst und Gemüse findest du dort fertiges Essen, Backwaren, Kunsthandwerk und Produkte kleiner lokaler Anbieter. Dazu kommt meistens Live-Musik. Der Markt eignet sich deshalb gut für ein unkompliziertes Frühstück oder frühes Mittagessen.

Der Standort und die Zeiten ändern sich je nach Saison. Im Sommer findet eine kleinere Ausgabe in Downtown normalerweise von 9 bis 13 Uhr statt. In den kühleren Monaten läuft der größere Markt in der Nähe des Al Lang Stadiums üblicherweise bis 14 Uhr. Da die Sommeradresse 2026 zwischen verschiedenen offiziellen Unterseiten unterschiedlich angegeben wird, sollte vor dem Besuch unbedingt der aktuelle Veranstaltungseintrag geprüft werden.

Das ist genau die Art von Ort, an dem du St. Petersburg etwas lokaler erlebst als am Pier oder in einem Museum.

07 - St. Pete Beach ist nicht Downtown St. Petersburg

Der Name sorgt regelmäßig für Verwirrung. St. Petersburg und St. Pete Beach sind zwei eigenständige Städte.Downtown St. Petersburg liegt an der Tampa Bay, während St. Pete Beach auf einer vorgelagerten Insel direkt am Golf von Mexiko liegt.

Mit dem Auto benötigst du je nach Verkehr meist etwa 20 bis 35 Minuten. Der SunRunner verbindet beide Bereiche ebenfalls miteinander.

St. Pete Beach ist breiter und touristischer als Pass-a-Grille. Hier stehen größere Hotels, Strandresorts, Restaurants und Bars direkt am Gulf Boulevard. Der bekannteste Blickfang ist der rosafarbene Don CeSar, der bereits seit 1928 zur Silhouette des Strandes gehört.

Für einen klassischen Strandtag mit Liegestühlen, Wassersport und verschiedenen Restaurants ist St. Pete Beach eine gute Wahl. Beim Parken solltest du früh kommen oder den SunRunner nutzen. Öffentliche Parkplätze sind vorhanden, können an schönen Wochenenden aber schnell voll werden.

08 - Pass-a-Grille

Am südlichen Ende von St. Pete Beach liegt Pass-a-Grille. Der kleine historische Ortsteil fühlt sich deutlich ruhiger und ursprünglicher an als der restliche Gulf Boulevard.

Zwischen Strand und Intracoastal liegen nur wenige Straßen. Du kannst zu Fuß zwischen kleinen Geschäften, Restaurants, älteren Häusern und dem Wasser wechseln. Hochhäuser bestimmen hier nicht das Bild. Genau deshalb ist Pass-a-Grille für uns einer der schönsten Bereiche der Küste.

Für einen entspannten Nachmittag brauchst du kein großes Programm. Geh an den Strand, laufe durch die 8th Avenue und bleibe bis zum Sonnenuntergang.

Pass-a-Grille ist kein echter Geheimtipp mehr. An Wochenenden wird auch hier die Parkplatzsuche schwierig. Trotzdem wirkt der Ort deutlich weniger wie ein klassischer Ferienort als die nördlicheren Strandabschnitte.

09 - Fort De Soto Park

Südlich von St. Petersburg liegt der Fort De Soto Park. Er verbindet Strände, Natur, Radwege, Kajakmöglichkeiten und eine historische Festungsanlage miteinander.

Der Park besteht aus fünf miteinander verbundenen Inseln und umfasst mehr als 1.100 Acres. Neben Strandbereichen gibt es Mangroven, Feuchtgebiete, Picknickplätze, einen Campingplatz und Wege zum Radfahren oder Spazierengehen. Mehr als 300 Vogelarten wurden in der Umgebung bereits dokumentiert.

Für Fort De Soto solltest du mindestens einen halben Tag einplanen. Wer nur für eine Stunde vorbeifährt, verbringt einen großen Teil der Zeit im Auto.

Aktuell sind nach früheren Sturmschäden noch einzelne Bereiche eingeschränkt. Dazu gehören Teile rund um das historische Gelände sowie begrenzte Einrichtungen an der Bootsrampe. Vor der Anfahrt lohnt sich deshalb ein Blick auf die aktuellen Hinweise des Countys.

Fort De Soto passt besonders gut zu dir, wenn du einen naturbelasseneren Strand suchst und nicht den ganzen Tag zwischen Hotels und Restaurants verbringen möchtest.

10 - St. Petersburg vom Wasser aus erleben

St. Petersburg lässt sich auch gut mit einer Bootstour verbinden. Vom Pier und von verschiedenen Marinas in der Region starten Fahrten zum Sonnenuntergang, Delfintouren und Ausflüge in Richtung Egmont Key.

Von den südlichen Strandorten werden außerdem Touren nach Shell Key Preserve angeboten. Das Schutzgebiet umfasst eine weitgehend unbebaute Barriereinsel sowie Mangroven und Seegrasflächen. Es ist nur mit dem Boot oder Kajak erreichbar.

Eine Bootstour ist kein Pflichttermin, wenn du nur einen Tag in St. Petersburg hast. Bei einem längeren Aufenthalt zeigt sie aber eine Seite der Region, die du vom Auto und Strand aus nicht siehst.

11 - Essen und Trinken in St. Petersburg

Die Auswahl an Restaurants ist in St. Petersburg groß genug, dass wir nicht zu viele einzelne Namen in den Hauptguide schreiben sollten. Restaurants können schließen oder ihren Besitzer wechseln, während die Stadtteile als Orientierung langfristig hilfreich bleiben.

Rund um Beach Drive findest du eher schickere Restaurants und Terrassen. An der Central Avenue wird die Auswahl lockerer und abwechslungsreicher. Dort liegen Cafés, kubanische Restaurants, Brauereien, Cocktailbars und kleinere lokale Konzepte.

Für einen ersten Besuch würden wir morgens den Saturday Morning Market oder ein Café an der Central Avenue wählen. Mittags passt ein unkompliziertes Sandwich oder Seafood. Am Abend kannst du entweder an der Waterfront essen oder für den Sonnenuntergang nach Pass-a-Grille fahren.

Ein Grouper Sandwich gehört zu den typischen Gerichten der Golfküste. Wichtig ist nur, dass tatsächlich Grouper und nicht irgendein beliebiger weißer Fisch serviert wird.