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Frühstück in den USA: Diner, Pancakes und wie du deine Eier bestellst

Du sitzt am ersten Morgen in einem amerikanischen Diner, die Kellnerin bringt Kaffee, und dann fragt sie, wie du deine Eier möchtest. Genau an dieser Stelle geraten viele ins Stocken. Das Frühstück in den USA ist reichhaltig, günstig und ziemlich anders als zu Hause, und mit ein paar Begriffen bestellst du entspannt statt ratlos.

Wer weiß, was auf den Teller kommt und wie man es bestellt, macht aus dem ersten Morgen gleich ein kleines Highlight.

Was das Frühstück in den USA ausmacht

Typisch amerikanisch heißt herzhaft und süß auf einem Teller. Neben Eiern und Bacon liegen oft Pancakes mit Sirup, dazu Bratkartoffeln und Toast. Die Portionen sind großzügig, und der Kaffee wird immer wieder nachgeschenkt.

Das echte Frühstück gibt es im Diner oder in einem Frühstückslokal, nicht unbedingt im Hotel. Diner haben früh geöffnet, sind preiswert und servieren Frühstück häufig den ganzen Tag.

Wie du deine Eier bestellst

Das ist der Moment, der viele überrascht. Zu fast jedem Frühstück fragt das Personal, wie die Eier zubereitet sein sollen. Diese Begriffe solltest du kennen:

  • Scrambled ist Rührei.
  • Sunny side up ist ein Spiegelei, nur von einer Seite gebraten, der Dotter bleibt flüssig.
  • Over easy wird einmal gewendet, der Dotter bleibt weich und flüssig.
  • Over medium ist gewendet mit cremigem, halbfestem Dotter.
  • Over hard ist komplett durchgebraten, der Dotter fest.
  • Poached ist ein pochiertes Ei.

Oft folgt gleich die nächste Frage, welchen Toast du dazu willst. Üblich sind white, wheat oder rye, also Weißbrot, Vollkorn oder Roggen.

Von Pancakes bis Grits

Die Beilagen sind eine kleine Welt für sich. Bei den Kartoffeln gibt es zwei Varianten. Hash Browns sind geraspelt und knusprig gebraten, Home Fries sind gröbere Würfel, oft mit Zwiebeln.

Dazu kommen Klassiker, die man einmal probiert haben sollte:

  • Pancakes oder Waffeln mit Ahorn- oder Pancake-Sirup, oft als hoher Stapel. Wer weniger will, bestellt einen short stack.
  • Bacon oder Sausage, also knuspriger Speck oder kleine Bratwürste.
  • Biscuits and Gravy, weiche Buttermilch-Brötchen mit heller, herzhafter Wurstsoße. Sie sehen süß aus, sind es aber nicht.
  • Grits, ein Maisbrei, der vor allem im Süden und damit in Florida auf den Tisch kommt.

Wer es einfacher mag, bekommt fast überall auch Bagels, Cerealien oder frisches Obst.

Bottomless Coffee gehört dazu

Ein schöner Nebeneffekt ist der Kaffee. In vielen Diner-Frühstücken sind die Nachfüllungen kostenlos, man spricht von bottomless coffee. Die Kellnerin kommt mit der Kanne vorbei und füllt einfach nach, solange du magst.

Geschmacklich ist der Filterkaffee dünner als der gewohnte deutsche Kaffee. Wer es stärker mag, bestellt einen Espresso oder Cappuccino, die es aber nicht in jedem Diner gibt. Warum Getränke in den USA oft nachgefüllt werden, steht auch im Beitrag zu Getränken in Amerika.

Das Continental Breakfast im Hotel

Hier lohnt es sich, die Erwartung zu senken. Wenn das Hotel ein Continental Breakfast bewirbt, ist das meist ein einfaches Angebot aus Gebäck, Toast, Cerealien, Kaffee und Saft. Ein warmes Frühstück mit Eiern und Bacon ist damit oft nicht gemeint.

Manche Häuser bieten ein größeres Hot Breakfast mit Waffeleisen und Rührei. Wer es sicher haben will, geht aber ins Diner. Verbreitet sind Ketten wie Denny’s, IHOP, Waffle House oder Cracker Barrel, in Florida außerdem First Watch.

Praktisches beim Bestellen

Das Frühstück in den USA gibt es oft als Kombi, etwa zwei Eier nach Wahl mit Bratkartoffeln und Toast zu einem festen Preis. Das ist günstiger als alles einzeln.

Denk daran, dass beim Frühstück im Lokal genauso Trinkgeld erwartet wird wie beim Abendessen. Wie viel üblich ist, steht im Beitrag zum Trinkgeld im Restaurant in den USA. Und weil die Portionen groß sind, reicht ein Frühstück für zwei manchmal fast zu dritt.

Fazit:

Das Frühstück in den USA ist eine der einfachsten Freuden auf einer Reise, sobald du die Begriffe kennst. Merk dir, wie du deine Eier magst, freu dich auf endlosen Kaffee und probier ruhig einmal Biscuits and Gravy oder Grits, auch wenn sie ungewohnt klingen.

Für ein echtes amerikanisches Frühstück gehst du am besten ins Diner statt an das Hotelbuffet. Dann startest du satt in den Tag und hast nebenbei ein Stück Alltagskultur mitgenommen, das im Reiseführer selten steht.