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eSIM oder Roaming in den USA? Was sich für Urlauber wirklich lohnt

Wer zum ersten Mal in die USA reist, stellt sich früher oder später dieselbe Frage. Nutze ich einfach das Roaming meines deutschen Mobilfunkanbieters oder besorge ich mir eine eSIM?

Vor einigen Jahren war die Antwort noch einfach. Damals war eine amerikanische SIM-Karte meistens die günstigste Lösung.

Heute sieht das anders aus.

Moderne Smartphones unterstützen fast alle eSIMs, viele Tarife lassen sich schon vor der Reise installieren und sind nach der Landung innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. Trotzdem gibt es Situationen, in denen klassisches Roaming sogar die bessere Wahl sein kann.

Welche Lösung sich wirklich lohnt, hängt vor allem davon ab, wie du in den USA unterwegs bist.

Was ist überhaupt eine eSIM?

Eine eSIM funktioniert genauso wie eine normale SIM-Karte – nur digital.

Du musst keine Plastikkarte mehr wechseln. Stattdessen installierst du den Tarif direkt auf deinem Smartphone. Das funktioniert inzwischen bei fast allen neueren iPhones sowie vielen Samsung-, Google-Pixel- und anderen Android-Geräten.

Gerade auf Reisen ist das praktisch.

Du kannst deine deutsche SIM-Karte im Handy lassen und gleichzeitig die eSIM für mobiles Internet in den USA nutzen.

Wann lohnt sich eine eSIM?

Für die meisten USA-Urlauber ist eine Reise-eSIM heute die beste Lösung.

Vor allem dann, wenn du:

  • zwei bis drei Wochen durch die USA reist
  • viel Google Maps nutzt
  • Restaurants suchst
  • WhatsApp verwendest
  • Fotos und Videos hochlädst
  • unterwegs flexibel bleiben möchtest

Der große Vorteil liegt in den Kosten. Statt täglich eine Roaminggebühr zu bezahlen, kaufst du einmal ein Datenpaket für deinen gesamten Urlaub.

Viele Anbieter bieten Pakete mit 5 GB, 10 GB oder unbegrenztem Datenvolumen an.

Unser Eindruck nach mehreren Reisen: Für die meisten Urlauber reichen 10 bis 20 GB völlig aus, wenn Hotels und Ferienwohnungen regelmäßig WLAN bieten.

Wann reicht normales Roaming?

Nicht jeder braucht automatisch eine eSIM. Einige deutsche Mobilfunkanbieter bieten inzwischen attraktive Auslandspakete an.

Wenn dein Tarif beispielsweise bereits Datenvolumen für die USA enthält oder du nur wenige Tage unterwegs bist, kann Roaming völlig ausreichend sein.

Vor der Reise solltest du aber unbedingt prüfen:

  • Welche Länder sind enthalten?
  • Wie viel Datenvolumen steht zur Verfügung?
  • Wird nach einem bestimmten Verbrauch gedrosselt?
  • Was kostet zusätzliches Datenvolumen?


Gerade außerhalb der EU können Roamingkosten schnell deutlich höher ausfallen als erwartet. Deshalb lohnt sich ein kurzer Blick in deinen Tarif auf jeden Fall.

Kann ich meine deutsche Nummer behalten?

Ja.

Das ist einer der größten Vorteile einer eSIM.

Viele Smartphones unterstützen zwei SIM-Profile gleichzeitig. Du nutzt die deutsche SIM weiterhin für Anrufe oder SMS und verwendest die Reise-eSIM ausschließlich für mobile Daten. So bleiben beispielsweise auch Bestätigungscodes deiner Bank oder anderer Dienste erreichbar.

Achte allerdings darauf, dass Daten-Roaming auf deiner deutschen SIM deaktiviert bleibt. Sonst kann dein Mobilfunkanbieter trotzdem Gebühren berechnen.

Brauche ich in den USA überhaupt eine amerikanische Telefonnummer?

In den meisten Fällen nicht.

WhatsApp, FaceTime, iMessage, Google Maps, Uber oder Lyft funktionieren ganz normal über die Datenverbindung.

Nur wer während des Urlaubs häufig amerikanische Telefonnummern anrufen muss, etwa Hotels, Restaurants oder lokale Geschäfte, profitiert von einem Tarif mit Telefonie oder einer lokalen SIM-Karte.

Für den klassischen Urlaub reicht eine Daten-eSIM meistens völlig aus.

Welche eSIM-Anbieter sind beliebt?

Inzwischen gibt es viele Anbieter für USA-Reisen.

Besonders häufig genutzt werden:

  • Airalo
  • Roamless
  • Saily
  • RedBull Mobile

Alle bieten Datenpakete für die USA an. Unterschiede gibt es vor allem beim Preis, beim Datenvolumen und bei der Fair-Use-Regelung, falls mit „unbegrenzt“ geworben wird. Bei einigen Tarifen wird die Geschwindigkeit nach einem bestimmten Verbrauch deutlich reduziert.

Unser Tipp für die Reise

Installiere deine eSIM bereits zuhause im WLAN.

Die eigentliche Aktivierung erfolgt bei den meisten Anbietern erst, sobald sich das Smartphone in den USA in ein Mobilfunknetz einwählt.

So musst du nach der Landung nicht erst nach einem Flughafen-WLAN suchen und bist oft schon wenige Minuten nach dem Einschalten online.

Fazit: eSIM oder Roaming?

Wenn du eine normale Urlaubsreise in die USA planst, würden wir heute fast immer eine Reise-eSIM empfehlen.

Sie ist meist günstiger als klassisches Roaming, lässt sich bequem vor der Abreise einrichten und funktioniert mit aktuellen Smartphones problemlos.

Roaming kann sich dagegen lohnen, wenn dein deutscher Tarif die USA bereits ohne Aufpreis einschließt oder du nur für wenige Tage unterwegs bist.

Unser Rat ist deshalb einfach: Prüfe zuerst deinen Mobilfunktarif. Falls dort keine guten USA-Konditionen enthalten sind, ist eine eSIM heute meistens die entspanntere und oft auch günstigere Lösung.

Viele stellen sich an dieser Stelle die nächste Frage. Wie viele Gigabyte braucht man im USA-Urlaub eigentlich wirklich? Die Antwort hängt davon ab, wie du dein Smartphone nutzt. Für Navigation, WhatsApp und gelegentliches Surfen reichen oft deutlich weniger Daten, als viele denken. In unserem separaten Beitrag erklären wir dir, wie viel Datenvolumen für eine Woche, zwei Wochen oder einen längeren Florida-Urlaub sinnvoll ist.

-> Wie viel Datenvolumen braucht man im USA-Urlaub?