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Parkgebühren in den USA bezahlen: Parkuhr, Kiosk oder App

Du hast einen Parkplatz gefunden, aber wie bezahlst du jetzt eigentlich? In den USA gibt es dafür mehr Wege, als du vermutest, und sie sehen an jeder Ecke anders aus. Mal eine alte Parkuhr mit Münzschlitz, mal ein Automat mit Touchscreen, mal nur ein Schild mit einer Nummer und dem Hinweis auf eine App.

Wer das System einmal verstanden hat, zahlt die Parkgebühren in den USA in einer halben Minute. Wer es nicht kennt, steht ratlos vor dem Automaten oder kassiert ein Knöllchen. Wir gehen die Wege einmal der Reihe nach durch, Methode für Methode.

Die Parkuhr mit Münzen, fast ausgestorben, aber nicht ganz

Die klassische Parkuhr direkt am Stellplatz gibt es noch, vor allem in kleineren Orten. Dort wirfst du Münzen ein, meist Quarters, also 25-Cent-Stücke. Viele dieser Uhren wurden aber modernisiert und nehmen inzwischen auch Karte oder kontaktloses Bezahlen.

Verlass dich trotzdem nicht darauf. Ein kleiner Vorrat an Quarters im Handschuhfach kostet nichts und rettet dich an genau der alten Uhr, die weder Karte noch App kennt. Ein paar Dollar in Münzen reichen dafür locker.

Der Automat für mehrere Plätze, Ticket oder Kennzeichen

Häufiger zahlst du die Parkgebühren in den USA heute an einem zentralen Automaten für einen ganzen Straßenabschnitt oder Parkplatz. Davon gibt es zwei Sorten, und der Unterschied ist wichtig.

Beim Pay and Display zahlst du, bekommst einen Zettel und legst ihn gut sichtbar hinter die Windschutzscheibe aufs Armaturenbrett. Vergisst du den Zettel, hilft die Zahlung nichts, das Knöllchen kommt trotzdem.

Beim Pay by Plate tippst du dagegen dein Kennzeichen in den Automaten und zahlst, fertig. Kein Zettel, nichts hinter die Scheibe. Die Kontrolle gleicht einfach dein Kennzeichen ab. Genau deshalb solltest du dein Kennzeichen kennen, am besten fotografierst du es beim übernehmen des Mietwagens kurz ab.

Mit dem Handy zahlen, der bequemste Weg

In den meisten Städten läuft das Parken heute über eine App, allen voran ParkMobile, dazu PayByPhone oder Passport. Auf dem Schild oder am Automaten steht dann eine Zone Number, also eine Zonennummer. Die tippst du in die App, wählst die Dauer und zahlst.

Der große Vorteil zeigt sich, wenn die Zeit knapp wird. Die App schickt dir rund 15 Minuten vorher eine Nachricht, und du verlängerst direkt vom Handy aus, ohne zum Auto zurückzulaufen. Dein Kennzeichen hinterlegst du einmal im Konto, danach erkennt die App dich automatisch.

Dafür kommt zur eigentlichen Parkgebühr eine kleine Servicegebühr pro Vorgang, meist deutlich unter einem Dollar. Für ein paar Stunden am Stück zahlst du also etwas mehr als am Automaten, sparst dir aber das Zurücklaufen.

Parkhäuser, erst zahlen, dann zum Auto

Im Parkhaus oder Garage läuft es wieder anders. Oft ziehst du bei der Einfahrt ein Ticket. Bevor du zum Auto zurückgehst, zahlst du an einem Pay Station genannten Automaten im Gebäude und steckst das abgestempelte Ticket dann an der Ausfahrt ein. Viele rechnen aber auch per Kennzeichen-Erkennung ab, dann zahlst du einfach an der Schranke.

In vielen Restaurants, Malls und Hotels gibt es die Validation. Lässt du dein Ticket dort abstempeln, wird das Parken günstiger oder sogar kostenlos. Einfach beim Bezahlen im Laden danach fragen.

Valet Parking, wenn jemand anderes für dich parkt

Vor Hotels, Restaurants und an manchen Veranstaltungsorten gibt es Valet Parking. Du hältst direkt vor dem Eingang, gibst dem Einweiser den Schlüssel und bekommst einen Zettel, das Einparken übernimmt jemand anderes. Beim Rausgehen gibst du den Zettel ab, und dein Wagen steht wenige Minuten später vorgefahren bereit.

Dafür zahlst du zweierlei. Erstens die Valet-Gebühr, die stark vom Ort abhängt. An vielen Restaurants und kleineren Hotels sind es nur ein paar Dollar oder sie entfällt mit Validation, in Großstädten und an teuren Hotels kostet das Valet über Nacht oft 30 bis 60 Dollar. Zweitens das Trinkgeld, meist 2 bis 5 Dollar, das du dem Einweiser gibst, wenn er dir das Auto zurückbringt. 

Das Valet zählt damit zu den Parkgebühren in den USA, nur dass hier noch ein Trinkgeld dazukommt. Bei Regen, viel Gepäck oder in einer vollen Innenstadt ist es bequem und spart die Parkplatzsuche. Wer sparen will, parkt selbst und nimmt den kurzen Fußweg in Kauf.

Was du vorher wissen solltest

Deine Kreditkarte von zu Hause funktioniert in den Park-Apps meist problemlos, am einfachsten ist Apple Pay oder Google Pay. Am physischen Automaten kann dagegen dieselbe Hürde auftauchen wie an der Zapfsäule, die Abfrage einer US-Postleitzahl, die deine Karte nicht hat. Wie du damit umgehst, steht im Beitrag zur ZIP-Code-Abfrage beim Tanken, das gilt am Parkautomaten genauso.

Ein zweiter Punkt betrifft die Kennzeichen-Systeme. Weil die Kontrolle dein Kennzeichen abliest, darfst du in manchen Garagen nicht rückwärts einparken, das Kennzeichen muss von vorn sichtbar sein. Und lies immer das Schild. Zeiten, an denen das Parken kostenlos ist, etwa sonntags, stehen dort und unterscheiden sich von Ort zu Ort. Die Regeln rund um Bordsteinfarben und Parkschilder haben wir dir im Beitrag zu Parken in den USA genauer erklärt.

Welche Zahlart wann die beste ist

Hast du nur ein paar Quarters und stehst an einer alten Münzuhr, wirf einfach ein. Das ist der schnellste Weg, solange du nicht nachlegen musst.

Am modernen Automaten zahlst du bequem mit Karte, achte nur auf die ZIP-Code-Abfrage. Diese Variante lohnt, wenn du ohnehin genau weißt, wie lange du bleibst.

Die App ist die beste Wahl, wenn du flexibel bleiben willst. Bei einem längeren Stadtbummel verlängerst du vom Café aus, statt zum Auto zu hetzen. Die kleine Gebühr ist das meist wert. So zahlst du die Parkgebühren in den USA immer passend zur Situation.

Fazit: Parkgebühren in den USA entspannt bezahlen

Mach dir vorab klar, welche drei Wege es gibt, Münze, Automat und App, dann überrascht dich keiner mehr. Lad dir ParkMobile am besten schon vor der Reise herunter und hinterlege Karte und Kennzeichen, dann bist du in den meisten Städten startklar.

Ein paar Quarters im Auto, dein Kennzeichen auf dem Handy und ein Blick aufs Schild, mehr brauchst du nicht, um ohne Knöllchen durch den Urlaub zu kommen.

Häufige Fragen zu Parkgebühren in den USA

Am flexibelsten über eine App wie ParkMobile, bei der du die Zonennummer vom Schild eintippst und bei Bedarf vom Handy aus verlängerst. An modernen Automaten geht auch Karte, an alten Parkuhren brauchst du Quarters, also 25-Cent-Münzen. Ein kleiner Münzvorrat im Auto ist deshalb praktisch.

Beim Pay and Display ziehst du nach dem Bezahlen einen Zettel und legst ihn sichtbar aufs Armaturenbrett. Beim Pay by Plate tippst du stattdessen dein Kennzeichen in den Automaten, ein Zettel entfällt. Für Pay by Plate und die Apps solltest du dein Kennzeichen kennen.

In den Park-Apps meist ja, am einfachsten mit Apple Pay oder Google Pay. An physischen Automaten kann die Abfrage einer US-Postleitzahl Probleme machen, ähnlich wie an der Tankstelle. Die App umgeht dieses Problem in der Regel.

Meistens nicht, Karte und App decken fast alles ab. An vereinzelten alten Münzuhren brauchst du aber Quarters, also 25-Cent-Stücke. Ein paar Dollar in Münzen im Handschuhfach reichen als Reserve völlig aus.