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Mietwagen-Anbieter in den USA: Der Vergleich

Alamo, Enterprise, National, Hertz, Dollar, Thrifty, Avis, Budget, Sixt. Zwischen den Mietwagen-Anbietern in den USA liegen oft mehrere Hundert Dollar Unterschied für dieselbe Fahrzeugklasse, und nicht jede Marke passt zu jeder Reise.

Hier bekommst du die wichtigsten Mietwagen-Anbieter in den USA einzeln, mit dem, was jeden wirklich unterscheidet.

Drei Firmen stecken hinter den meisten Marken

Fast alle Mietwagen-Anbieter in den USA gehören zu einer von drei großen Firmen:

  • Enterprise Holdings: Enterprise, National und Alamo
  • Hertz Corporation: Hertz, Dollar und Thrifty, seit die Dollar Thrifty Gruppe 2012 übernommen wurde
  • Avis Budget Group: Avis, Budget und Payless

Nur Sixt bleibt als großer Name wirklich unabhängig. Innerhalb einer Firma teilen sich die Marken oft Buchungssystem und Flotte, an manchen Flughäfen sogar denselben Schalter mit demselben Personal.

Trotzdem sind die Marken nicht einfach dasselbe Auto mit anderem Logo. Jede zielt bewusst auf eine andere Zielgruppe, am deutlichsten merkst du das am Alter der Fahrzeuge.

Alamo

Alamo gehört zur selben Unternehmensgruppe wie Enterprise und National und gilt mit meist niedrigen Preisen als klassische Urlauber-Marke. Dazu kommt eine junge Fahrzeugflotte und die freie Auswahl des Autos innerhalb der gebuchten Kategorie. Gibt es doch einmal ein Problem mit dem Fahrzeug, punktet Alamo meist mit unkompliziertem und gutem Kundenservice.

An mehr als 40 US-Flughäfen kannst du zusätzlich die kostenlose Option Skip the Counter beim Online-Check-in aktivieren und danach direkt zum Parkdeck gehen. Automatisch gilt das aber nicht für jeden: Du brauchst eine richtige Kreditkarte, keine Debitkarte, musst mindestens 24 Stunden vorher buchen und die Option aktiv auswählen. Ohne das gehst du wie bei jedem anderen Anbieter zuerst zum Schalter.

Budget

Budget gehört zur Avis Budget Group und überzeugt mit fairen Preisen und einem unkomplizierten, guten Kundenservice bei der Abholung. Zahlst du im Voraus statt erst bei Abholung, gibt Budget darauf oft bis zu 35 Prozent Rabatt, mehr als jede andere große Marke.

Der Grund für die niedrigeren Preise: Budget tauscht seine Fahrzeuge deutlich seltener aus als die Schwestermarke Avis, oft erst nach 12 bis 24 Monaten statt nach 6 bis 12. Die Autos sind deshalb nicht immer im besten Zustand, dafür bekommst du insgesamt das günstigere Gesamtpaket.

Hertz

Hertz überzeugt mit einem sehr guten Kundenservice, zudem laufen Buchung und Support auch auf Deutsch über hertz.de. Als Premium-Marke stellt Hertz meist Fahrzeuge aus dem aktuellen oder vorherigen Modelljahr.

Dafür liegt der Preis spürbar über dem der günstigeren Marken, und in Kundenbewertungen tauchen trotz des Premium-Anspruchs immer wieder Beschwerden über unsaubere oder schlecht gewartete Fahrzeuge auf.

Sixt

Sixt punktet mit sehr gutem Kundenservice und komplett deutschsprachiger Buchung und Betreuung, dazu einem großen Angebot deutscher Modelle in den USA wie BMW, Mercedes und Audi. Bei normalen Fahrzeugklassen sind die Meilen zudem unbegrenzt.

Dafür ist Sixt oft die teuerste Marke im Vergleich, und bei Premium- und Sportwagen begrenzt Sixt zusätzlich die Tagesmeilen.

Avis

Avis überzeugt ebenfalls mit sehr gutem Kundenservice und deutschsprachiger Buchung über avis.de. Die Fahrzeuge tauscht Avis im Schnitt schon nach 6 bis 12 Monaten aus, deutlich häufiger als die Schwestermarke Budget, dafür bekommst du meist einen neueren Wagen.

Der neuere Wagen hat seinen Preis, Avis liegt meist über Budget und den anderen günstigeren Marken. Und auch hier berichten Kunden wiederholt von Fahrzeugen, die trotz der kürzeren Standzeit nicht optimal gepflegt waren.

Dollar und Thrifty

Dollar und Thrifty gehören beide zur Hertz Corporation und überzeugen vor allem mit den meist niedrigsten Preisen überhaupt. Bei Thrifty ist vor allem die Einstiegsklasse im Schnitt etwas älter, teilweise zwei bis vier Jahre, bei Dollar fällt die Flotte meist etwas neuer aus.

Der Kundenservice fällt dafür bei beiden Marken mittelmäßig aus, die Fahrzeuge sind nicht immer in bestem Zustand, und insgesamt wirkt der Auftritt weniger professionell als bei den teureren Geschwistern.

Welcher Mietwagen-Anbieter passt zu dir?

Nicht jeder Mietwagen-Anbieter in den USA passt zu jeder Reise gleich gut:

  • Günstig, guter Service, junge Flotte: Alamo
  • Festes Budget, älteres Auto okay, im Voraus zahlen: Budget
  • Neuester Wagen und deutschsprachiger Service, Preis zweitrangig: Hertz oder Avis
  • Unabhängige deutsche Marke, unbegrenzte Meilen: Sixt
  • Marke egal, nur der Preis zählt: Dollar oder Thrifty

Fazit: Die Marke entscheidet, wer zu dir passt, nicht umgekehrt

Mietwagen-Anbieter in den USA wirken auf den ersten Blick ähnlich, bei genauerem Hinsehen hat aber jede Marke klare Stärken und ebenso klare Schwächen. Willst du sparen, einen neuen Wagen oder deutschsprachigen Service, jede dieser Fragen führt zu einer anderen Marke.

Mietwagen-Anbieter in den USA gibt es viele, aber der teuerste Name ist nicht automatisch der beste, und der günstigste trifft einfach eine andere Zielgruppe als du. Wie die Buchung, Versicherung und Kaution dann im Detail ablaufen, erklären wir in unserem Guide zum Mietwagen mieten in den USA.

Häufige Fragen zu Mietwagen-Anbietern in den USA

Alamo, Dollar und Thrifty gehören meist zu den günstigsten großen Marken. Bei Dollar und Thrifty ist dafür der Service einfacher und die Fahrzeuge nicht immer im besten Zustand.

Nein. Skip the Counter ist eine kostenlose Option an mehr als 40 US-Flughäfen, die du beim Online-Check-in aktiv auswählen musst. Du brauchst außerdem eine Kreditkarte, eine Debitkarte reicht dafür nicht.

Nein. Buchung und Kundenservice laufen bei allen drei über die deutschen Webseiten auf Deutsch, der Mietvertrag, den du bei Abholung unterschreibst, ist aber wie bei jedem US-Anbieter auf Englisch.

Bei normalen Fahrzeugklassen nicht, dort sind die Meilen unbegrenzt. Nur bei Premium- und Sportwagen begrenzt Sixt die Tagesmeilen.