Ende Oktober ruft jemand aus Deutschland an, und plötzlich passt die gewohnte Rechnung nicht mehr. Der Grund ist simpel. Europa und die USA stellen die Uhr nicht am selben Tag um. Eine Woche lang gilt deshalb ein anderer Zeitunterschied als sonst das ganze Jahr über.
Wer in dieser Woche verreist, telefoniert oder einen Anschlussflug plant, sollte die Zeitumstellung in den USA einmal durchdacht haben. Sonst wird aus einer vermeintlich sicheren Umsteigezeit plötzlich eine Stunde weniger Puffer.
Die Regel ist anders als in Europa. Die USA stellen die Uhren am zweiten Sonntag im März vor und am ersten Sonntag im November zurück. Europa dagegen wechselt am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober.
Daraus ergeben sich diese Termine:
Umgestellt wird jeweils um 2 Uhr nachts, die Uhr springt dann auf 1 Uhr zurück. Praktisch heißt das eine Stunde mehr Schlaf, und morgens wird es früher hell.
Zwischen dem 25. Oktober und dem 1. November 2026 liegt das Fenster, in dem die Rechnung kippt. Europa ist schon auf Winterzeit, die USA noch nicht.
Normalerweise liegt Florida sechs Stunden hinter Mitteleuropa. In dieser Woche sind es nur fünf Stunden. Wenn es in Deutschland 18 Uhr ist, ist es in Orlando also 13 Uhr statt der gewohnten 12 Uhr.
Im Frühjahr passiert dasselbe umgekehrt. Zwischen dem 14. und dem 28. März 2027 sind die USA schon auf Sommerzeit, Europa noch nicht. Auch dann beträgt der Abstand nur fünf Stunden, allerdings zwei Wochen lang statt einer.
Für dich ist das vor allem bei drei Dingen relevant. Bei Anrufen nach Hause, bei Videocalls mit dem Büro und bei Terminen, die an eine deutsche Uhrzeit gekoppelt sind, etwa einem Online-Banking-Freigabefenster oder einer Videosprechstunde.
Das Festland der USA teilt sich in vier Zonen. Von Ost nach West sind das Eastern, Central, Mountain und Pacific Time. Zwischen jeder liegt eine Stunde.
| Zeitzone | Städte | Differenz zu Deutschland |
|---|---|---|
| Eastern | Miami, Orlando, New York | 6 Stunden |
| Central | Chicago, New Orleans, Houston | 7 Stunden |
| Mountain | Denver, Salt Lake City | 8 Stunden |
| Pacific | Los Angeles, San Francisco, Las Vegas | 9 Stunden |
Die Angaben gelten außerhalb der beiden Umstellungsfenster. Dazu kommen Alaska und Hawaii mit eigenen Zonen.
Wichtig für Roadtrips: Bei einer Fahrt von Florida nach New Orleans überquerst du eine Zonengrenze und gewinnst eine Stunde. Auf dem Rückweg verlierst du sie wieder. Das Handy stellt sich automatisch um, die Uhr im Mietwagen nicht.
Zwei Bundesstaaten machen die Zeitumstellung nicht mit. Hawaii und der größte Teil von Arizona bleiben ganzjährig auf Standardzeit. Innerhalb Arizonas ist die Navajo Nation eine Ausnahme und stellt doch um.
Auch die US-Außengebiete bleiben außen vor, darunter Puerto Rico, Guam, Amerikanisch-Samoa und die US-amerikanischen Jungferninseln.
Das führt zu einer kuriosen Folge. Arizona liegt im Sommer gleichauf mit Kalifornien, im Winter dagegen eine Stunde voraus. Wer im Herbst von Las Vegas zum Grand Canyon fährt, sollte das auf dem Schirm haben.
Das übersehen viele. Der größte Teil Floridas liegt in der Eastern Time, also Miami, Orlando, Tampa, Jacksonville, Tallahassee und die Keys.
Der westliche Panhandle gehört dagegen zur Central Time und ist damit eine Stunde zurück. Betroffen sind unter anderem Pensacola, Destin, Fort Walton Beach und Panama City. Die Grenze verläuft im Wesentlichen entlang des Apalachicola River.
Eine Besonderheit gibt es in Gulf County, das als einziger Bezirk Floridas durch beide Zonen geteilt wird. Der nördliche Teil liegt in der Central Time, der südliche Küstenstreifen mitsamt Port St. Joe in der Eastern Time.
Praktisch heißt das: Wenn es in Miami 9 Uhr ist, ist es in Pensacola erst 8 Uhr. Wer von Orlando an die Emerald Coast fährt, gewinnt unterwegs eine Stunde. Bei Restaurantreservierungen und Bootstouren im Panhandle lohnt deshalb die Nachfrage, welche Zeit gemeint ist.
Dein Handy stellt sich automatisch um, sofern die automatische Zeitzone aktiviert ist. Verlass dich aber nicht blind darauf, wenn du im Flugmodus oder ohne Datenverbindung unterwegs bist.
Deine Uhr im Mietwagen stellt sich meistens nicht von alleine um, ebenso wenig die Uhr im Hotelzimmer oder am Herd in der Ferienwohnung. Das sorgt am Umstellungssonntag für Verwirrung.
Kritisch wird es bei Flügen. Flugzeiten werden immer in der jeweiligen Ortszeit angegeben. Bei einem Flug in der Nacht zum 1. November kann sich die angegebene Flugdauer dadurch rechnerisch verlängern. Für Anschlussflüge am Umstellungstag lohnt ein Blick in die Buchungsbestätigung, ob dort wirklich die korrigierte Zeit steht.
Ein Hinweis noch zur Rechtslage. In den USA gibt es seit Jahren Vorstöße, die Zeitumstellung abzuschaffen. Der Sunshine Protection Act hat den Senat mehrfach passiert, ist aber nie Gesetz geworden. Auch Florida hat eine entsprechende Regelung beschlossen, die jedoch eine Zustimmung des Kongresses braucht. Bis dahin bleibt es beim gewohnten Rhythmus.
Für den Urlaub selbst ist die Umstellung meist harmlos, weil sich das Handy von allein korrigiert. Problematisch wird nur das kurze Fenster, in dem Europa und die USA unterschiedlich ticken.
Wir würden uns für Ende Oktober und Mitte März eine Notiz setzen und in diesen Wochen bei jedem Termin mit Deutschland die Zeit nachrechnen, statt aus dem Kopf zu addieren. Und wer in den Panhandle fährt, prüft beim Buchen, welche Zeitzone am Zielort gilt.
Die USA stellen am zweiten Sonntag im März auf Sommerzeit um und am ersten Sonntag im November zurück. Im Jahr 2026 fällt die Rückstellung auf den 1. November, im Frühjahr 2027 wird am 14. März wieder vorgestellt.
Beide Regionen haben eigene Gesetze mit unterschiedlichen Stichtagen. Europa wechselt am letzten Sonntag im März und Oktober, die USA am zweiten Sonntag im März und am ersten Sonntag im November. Dadurch entstehen zweimal im Jahr Wochen mit abweichendem Zeitunterschied.
Normalerweise sechs Stunden, Florida liegt zurück. Zwischen dem 25. Oktober und dem 1. November 2026 sind es nur fünf Stunden, weil Europa bereits umgestellt hat und die USA noch nicht.
Hawaii und der größte Teil von Arizona bleiben ganzjährig auf Standardzeit, die Navajo Nation in Arizona stellt allerdings um. Auch Puerto Rico, Guam, Amerikanisch-Samoa und die US-Jungferninseln machen die Umstellung nicht mit.
Nein. Der größte Teil des Bundesstaats liegt in der Eastern Time, der westliche Panhandle mit Pensacola, Destin und Panama City dagegen in der Central Time und ist damit eine Stunde zurück.