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Sargassum in Florida: 2026 wird zum Rekordjahr an den Stränden

Wer diesen Sommer nach Florida reist, sollte die braunen Algen auf dem Schirm haben. 2026 ist bei Sargassum ein Rekordjahr. Forscher, die den Atlantik beobachten, haben im Juni fast doppelt so viel gemessen wie je zuvor, rund fünf Millionen Tonnen. Der Höhepunkt ist dabei noch nicht erreicht, auch im Juli treibt weiter Nachschub an die Küste.

Betroffen ist vor allem die Atlantikküste. Miami Beach, Fort Lauderdale, Palm Beach und die Ostseite der Keys bekommen aktuell am meisten ab. Am offenen Meer ist Sargassum harmlos und wichtig für Fische und Schildkröten. Liegt die Alge aber erst am Strand und verrottet, riecht sie faulig nach Schwefel und kann bei empfindlichen Menschen Augen und Atemwege reizen. Dazu verstecken sich im Teppich manchmal Quallen und kleine Seeläuse, die im Wasser jucken oder brennen.

Für die Urlaubsplanung heißt das nicht, Florida zu meiden. Die Golfküste rund um Fort Myers, Naples, Marco Island und Sanibel ist meist deutlich weniger betroffen und eine gute Alternative für saubere Strandtage. Die Städte räumen außerdem regelmäßig, und wie stark eine Bucht betroffen ist, ändert sich mit Wind und Strömung fast täglich.

Wer auf klares Wasser Wert legt, schaut am besten kurz vor der Fahrt in einen aktuellen Sargassum-Tracker und weicht im Zweifel einen Strandabschnitt weiter aus.