Die USA sind bei der Einreise nicht unbedingt pingelig, sondern konsequent. Vor allem bei Lebensmitteln und allem, was mit Landwirtschaft zu tun hat, wird streng kontrolliert.
Die wichtigste Regel ist deshalb ganz einfach: Wenn du Lebensmittel dabei hast, immer deklarieren. Dann wird geprüft, ob du sie behalten darfst oder ob sie entsorgt werden müssen. Richtig unangenehm wird es meistens erst dann, wenn etwas nicht angegeben wurde.
Gerade im Handgepäck bleiben oft Kleinigkeiten liegen: ein Snack vom Flug, Obst aus dem Hotel, ein belegtes Brot vom Gate oder noch eine Packung Wurst aus dem Koffer. Genau solche Dinge sorgen bei der Einreise schnell für Stress.
Bei Lebensmitteln wird es am häufigsten teuer oder zumindest nervig. Die USA wollen verhindern, dass Schädlinge, Krankheiten oder Tierseuchen eingeschleppt werden. Deshalb sind bestimmte Produkte besonders kritisch.
In der Praxis besonders heikel sind:
Was oft eher unkritisch ist:
Industriell verpackte, haltbare Produkte wie Schokolade, Süßigkeiten, Kekse, Kaffee, Tee, viele Gewürze ohne Samen oder manche haltbare Snacks ohne Fleischanteil.
Bei Nüssen, Trockenfrüchten und Käse würde ich vorsichtig sein. Das kann je nach Produkt erlaubt sein, muss aber trotzdem deklariert werden.
Wichtig:
Bei der Einreise müssen Lebensmittel angegeben werden, auch wenn sie grundsätzlich erlaubt sein können. Nicht angegebene Waren können beschlagnahmt und vernichtet werden. Im Zweifel also lieber sagen, was du dabei hast.
Reisen mit Medikamenten ist grundsätzlich okay. Trotzdem solltest du es dir und dem Zoll so einfach wie möglich machen.
Am besten nimmst du Medikamente:
Besonders vorsichtig solltest du bei stärkeren Medikamenten sein, zum Beispiel bei Schmerzmitteln, Schlafmitteln, Beruhigungsmitteln oder ADHS-Medikamenten. Hier können in den USA strengere Regeln gelten.
Wenn du unsicher bist, kläre es vorher offiziell ab. Gerade bei speziellen Wirkstoffen kann es je nach Medikament Unterschiede geben.
Ab 21 Jahren, darfst du in der Regel 1 Liter Alkohol zollfrei im Rahmen der persönlichen Freimenge einführen. Mehr ist nicht automatisch verboten, muss aber verzollt/versteuert werden und hängt zusätzlich von Regeln am Zielort ab.
Auch bei Tabak gibt es klassische Freimengen. Häufig genannt werden:
Wenn du mehr dabei hast, können Abgaben fällig werden. Größere Mengen wirken außerdem schnell nicht mehr wie privater Reisebedarf.
Das ist kein Bereich für Halbwissen. Die USA haben dafür sehr konkrete Regeln, zusätzlich können die einzelnen Bundesstaaten eigene Vorgaben haben.
Wenn dich das Thema betrifft, solltest du es vorher sauber bei den zuständigen Stellen klären. Für normale Urlauber gilt ganz einfach: nicht mitnehmen.
Bargeld ist nicht verboten. Du darfst auch größere Summen mitnehmen.
Wichtig ist aber: Wenn du mehr als 10.000 US-Dollar oder den entsprechenden Gegenwert in anderer Währung dabei hast, musst du es melden. Spätestens bei der Einreise werdet ihr von den Beamten gefragt, wie viel Bargeld ihr bei euch habt.
Das gilt für Bargeld und bestimmte andere Zahlungsmittel. Die Meldung läuft über das FinCEN Form 105, online oder bei der Einreise.
Nicht versuchen, das Geld künstlich auf mehrere Personen aufzuteilen, wenn es eigentlich zusammengehört. Das kann erst recht Probleme machen.
Bevor du aus dem Flieger in Richtung Einreise läufst: einmal kurz Handgepäck checken. Liegt da noch Obst, ein Sandwich, Salami, Käse? Genau diese „Reste“ sind der häufigste Grund für Stress.
Beim USA-Zoll gilt: Lieber ehrlich und unkompliziert bleiben.
Lebensmittel, Pflanzen, Fleisch, Milchprodukte, frisches Obst und Gemüse sind besonders sensibel. Medikamente solltest du am besten in der Originalverpackung mitnehmen, bei wichtigen oder verschreibungspflichtigen Medikamenten mit Nachweis. Alkohol, Tabak und Bargeld sind nicht grundsätzlich verboten, haben aber klare Regeln und Meldegrenzen.
Am einfachsten ist: Wenn du etwas dabei hast und nicht sicher bist, gib es an. Dann wird entschieden, ob du es behalten darfst oder nicht. Das ist deutlich entspannter, als später erklären zu müssen, warum du es nicht angegeben hast.